Unternehmensportraits

Die hier vorgestellten Unternehmen beteiligen sich an den Reallaboren, in denen gemeinsam reale Unternehmensprozesse analysiert und beforscht werden. Die Reallabore bilden die Klammer zwischen Wissenschaft und Praxis, um damit eine intensive fachliche Kooperation zu fördern. Dabei wird der Dialog über Geschlechterfragen geführt, in dem sich Unternehmen der Komplexität aktueller Erkenntnisse der Geschlechterforschung stellen und ihre spezifischen Fragestellungen und Prozesse einbringen. Die Unternehmen stellen sich der Herausforderung, sich mit komplexen Erkenntnissen der aktuellen Geschlechterforschung auseinanderzusetzen und werden dabei von den Wissenschaftler/innen unterstützt, gemeinsam tragfähige Lösungen für ihre Unternehmenspraxis zu entwickeln.

Erich Utsch AG, Siegen

Kurzportrait

Die Erich Utsch AG ist ein schwedisch-australisches Unternehmen, das in der ganzen Welt seine Spuren hinterlässt. Wo immer es auf der Erde gilt, Fahrzeuge per Kennzeichen zu registrieren und zu identifizieren, ist UTSCH mit im Spiel: Als Produzent, als Berater, als Technologieführer und als ganzheitlicher Systemanbieter.

Mit unseren Tochterfirmen und Joint-Ventures sind wir buchstäblich auf allen fünf Kontinenten zu finden, mit Geschäftsbeziehungen in über 130 Ländern der Erde. 1.500 Menschen arbeiten weltweit unter dem Dach der UTSCH-Gruppe, davon rund 200 am Hauptsitz in Siegen.

Wer für uns arbeitet, der ist Teil eines weltweiten Teams: in Deutschland, in Europa, in der Welt. Wir leben eine offene, internationale Kultur und freuen uns über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlichster Herkunft, die ihre interkulturelle Kompetenz in unsere tägliche Arbeit einfließen lassen möchten. Der Frauenanteil beträgt aktuell ca 35 %.

 

Projektziel

Wir wollen, dass ab 2020 keine Absolventin und kein Absolvent des Studienfaches Wirtschaftsinformatik an der Universität Siegen an der Erich Utsch AG vorbei kommt. Unser Ziel ist es, das ab dann unter den im Produktmanagement eingesetzten IT-Spezialisten mehr als eine IT-Spezialistin zu finden ist.

Von der Teilnahme an den Reallaboren des GEWINN-Projektes erhoffen wir uns praktische Handlungsansätze, um Studienabsolventen/innen für unser Unternehmen gewinnen und auch halten zu können. Im Hinblick auf die Digitalisierung werden MINT-Berufe immer bedeutsamer, sodass wir geschlechterübergreifende Maßnahmen treffen müssen und möchten. "Die Kombination von analytischer Wissenschaftsarbeit und praktischen Unternehmensprozessen bietet eine optimale Grundlage, um ein mittelständiges Unternehmen wie UTSCH auf die zukünftige Arbeitsmarktsituation vorzubereiten", erklärt Human Resources Sachgebietsleiterin, Sabine Steinhorst.

Unsere Forschungsfrage lautet: Wie können / müssen wir uns aufstellen, um mehr weibliche IT-Spezialisten anzuwerben und wie können wir schon heute den Grundstein hierfür legen?

 

Kontakt

Erich Utsch AG
Sabine Steinhorst
Human Resources Sachgebietsleiterin
Fon: +49 271.319 11 67
E-Mail: sabine.steinhorst@utsch.com
URL: www.utsch.com

ERT-Optik Dr. Thiel GmbH, Ludwigshafen

Kurzportrait

Die ERT-Optik Dr. Thiel GmbH ist ein 2006 gegründetes Forschungs- und Entwicklungsunternehmen mit Sitz in Ludwigshafen und einer Niederlassung in Siegen. Das Unternehmen beschäftigt sechs Mitarbeiter/innen, davon fünf Fachkräfte in der Forschung (zwei Frauen, vier Männer). Als Forschungs- und Entwicklungsunternehmen kann die ERT auf umfangreiche Erfahrungen in der Durchführung von innovativen Projekten zurückblicken und unterhält gut ausgestattete Entwicklungslabore. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Optik. Neben dem Bereich der Optik werden Know-How in den Bereichen Nanotechnologie und Sensorik gebündelt. Zum Portfolio des Unternehmens zählen zahlreiche innovative und leistungsfähige Messverfahren für wissenschaftliche und medizintechnische Anwendungen.

 

Projektziel

In MINT-dominierten Arbeitsfeldern wird von hoch qualifizierten Mitarbeitern/innen ein intuitiver und damit schneller Zugang zu ständig wechselnden, softwaregesteuerten Mess- und Regelsystemen erwartet. Beschäftigte, denen es nicht oder nur schwer gelingt einen solchen intuitiven Zugang zu finden, sind somit benachteiligt und in ihrer Karriereentwicklung behindert. Zudem sind diese Mitarbeiter/innen häufig herablassenden oder sogar mobbenden Äußerungen ausgesetzt.

Die ERT-Optik beteiligt sich am Projekt, um in Zeiten der Digitalisierung der Vielfalt und Varianz am Arbeitsmarkt Rechnung zu tragen. Auch verspricht sich das Unternehmen, das Potenzial den weiblichen Kundenkreis bei Berücksichtigung genderspezifischer Aspekte zu erweitern. 

Forschungsfrage: Im Projekt soll ermittelt werden, ob sich in der Praxis für hochqualifizierte Mitarbeiter/innen in MINT-Berufen genderspezifische Anforderungen an die intuitive Bedienbarkeit von Software identifizieren lassen. Ist dies der Fall, schließt sich die Frage an: Welche Faktoren sind zu beachten, um eine für Frauen und Männer gleichermaßen intuitive Nutzungsoberfläche für Softwareplattform zu generieren.

 

Kontakt

ERT-Optik Dr. Thiel GmbH
Donnersbergweg 1
67059 Ludwigshafen
Fon: +49 6 21.5 95 32 80
Fax: +49 6 21.5 95 32 81
E-Mail: info@ert-optik.de
URL: www.ert-optik.de

 

Ansprechperson Reallabor:

Dr. Erwin Thiel - Geschäftsführung
E-Mail: thiel@ert-optik.de

Fab Lab Siegen

Kurzportrait

Das Fab Lab Siegen ist eine für alle offene, interdisziplinäre (Kreativ-)Werkstatt, in der das gemeinschaftliche Arbeiten und Experimentieren mit der digitalen Fabrikation beinahe beliebiger Dinge im Vordergrund steht. Fab Labs sind Fabrication Laboratories, dt. Fabrikationslabore und sollen Menschen unabhängig von Expertise, Ausbildung und Hintergrund nützlich sein, um Projekte im Austausch und in der Zusammenarbeit mit anderen planen und umsetzen zu können.

Genau diese Möglichkeiten des Austauschens, des Teilens von Wissen sowie die Community sind die mit Abstand wichtigsten Angebote und Ziele eines solchen Labs, von denen es weltweit mittlerweile Hunderte gibt. Fab Labs sind eng verwandt mit Hack- und Makerspaces oder, allgemeiner ausgedrückt, Innovation Hubs und stehen gerade auch mit der in den Medien in letzter Zeit zunehmend thematisierten Maker-Kultur in Zusammenhang, in der es ebenfalls um Do-It-Yourself und die kreative Nutzung von Technologie geht.

Das Fab Lab Siegen ist mit verschiedensten Geräten wie mittlerweile zehn 3D-Druckern, Lasercuttern oder CNC-Fräsen, aber auch Hand-, Elektro- und anderen Werkzeugen, einer Nähmaschine, elektrotechnischer Ausrüstung sowie unterschiedlichen Materialien, Komponenten und Bauteilen ausgestattet.
Einen visuellen Eindruck erhalten Sie in diesem Videobeitrag über das Fab Lab Siegen.

 

Projektziel

Obwohl Makerspaces offen für alle sind, haben die Gründer und early adopters fast immer einen kreativen oder technologischen Hintergrund - und die meisten sind wohlhabende Männer. Die Entwicklung einer lokalen Community steht neben der Entwicklung von individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Makerinnen und Maker im Zentrum der Aktivitäten von Makerspaces. Frauen bleiben in den meisten Makerspaces unterrepräsentiert, obwohl sie die Mehrheit der Studierenden in den Bereichen Kunst und Design darstellen. Im FabLab soll untersucht werden, welche Rolle der Faktor Gender im Maker-Umfeld spielt und wie dieses aus Gendersicht diverser gestaltet werden kann.

Die Forschungsfrag lautet: Wie entwickeln sich/ werden Fabrication-Hubs hinsichtlich einer OTE-Perspektive möglichst gendergerecht bzw. diversitätssensibel entwickelt?

 

Gründe für die Beteiligung am Reallabor

Offenheit führt zu Kollaboration mit diversen Beteiligten im Maker-Umfeld und damit zu Innovationen, die für mehr Menschen nutzbar und damit nachhaltiger sind. Die Community des FabLab Siegen macht sich dafür stark, attraktiv für alle Menschen zu sein, und nimmt am GEWINN-Projekt teil, um speziell Frauen, People of Color und Geflüchtete in die Community zu integrieren. "Im FabLab sollen gemeinsam digitale Technologien kennengelernt und praktisch ausprobiert werden. Das FabLab steht allen Personen offen und wir möchten eine Atmosphäre schaffen, in der jeder seine Interessen und Fähigkeiten einbringen kann.", so Oliver Stickl vom Fab Lab Siegen.

 

Logo Fab Lab Siegen

Kontakt

Universität Siegen
Adolf-Reichwein-Straße 2a
57076 Siegen

Fab Lab Siegen
Telegram-Chatgruppe: Einladungslink
URL: http://fablab-siegen.de
 

Ansprechpersonen Fab Lab:

Oliver Stickl
Fon: +49 151.24 02 99 89
E-Mail: oliver.stickel@uni-siegen.de

Jiannis Giatagantzidis
E-Mail: jiannis.giatagantzidis@uni-siegen.de
Fon: +49 271.740 50 17